Top 10 Radtouren in Deutschland

Wir kommen bald wieder zu dem Punkt, wo wir uns für das nächste Jahr allerhand Dinge vornehmen. Bewegung in Form von Radfahren steht da bei vielen ganz oben auf der Liste. Genau aus diesem Grund haben wir die Top 10 Radtouren Deutschlands zusammengestellt. Von Kiel bis München, von Aachen bis Dresden gibt es tolle Radwege, so dass es keine Ausrede gibt sich mal wieder aufs Fahrrad zu schwingen.

Havelland-Radweg

Havelland Der Havelland-Radweg Weite Felder, dichte Kiefernwälder sowie unzählige kleine und große Seen prägen das Havelland. Die flache Landschaft eignet sich ideal für eine Radtour – dabei kommen nicht nur geübte Profis, sondern auch Gelegenheitsradler und Familien auf ihre Kosten. Neben der reizvollen Landschaft locken kulturelle Sehenswürdigkeiten und lebendige Ortschaften in das Havelland. Eine Radtour lässt sich ausgezeichnet mit einem Berlin-Besuch verbinden.

Weserradweg

Weserradweg

© Weserbergland Tourismus e.V

Der 491 Kilometer lange Weserradweg führt von der Entstehung der Weser im Weserbergland bis an die Nordsee. Wie Perlen auf einer Kette reihen sich hier die Sehenswürdigkeiten aneinander: fachwerkbunte Städte, Burgen und Schlösser, Wind- und Wassermühlen und der Flair der Nordsee.

Altmühltalradweg

Altmühltalradweg

© Naturpark Altmühltal

Der Altmühltalradweg gehört mit seinen 166 Kilometern zum neuen tauber altmühl radweg, der vom Main bis zur Donau führt. Seit Jahren einer der beliebtesten deutschen Radwege, ist der Altmühltalradweg die ideale Tour, um den Naturpark Altmühltal zu entdecken.

Rheinradweg

Fahrrad auf Reisen: Rheinradweg

Drachenfels ©

Um den Rhein ranken sich zahlreiche Mythen und Geschichten. Mit einer Gesamtlänge von 1.233 Kilometern zieht er durch vier Länder: Von der Quelle in den Schweizer Alpen über Frankreich und Deutschland bis zur Nordseemündung bei in den Niederlanden. Der Rheinradweg begleitet den Rhein in NRW.

Wikinger-Friesen-Weg

Radwege in Schleswig-Holstein: St. Peter Ording

St. Peter Ording © b3d_@flickr

Schleswig-Holstein ist ein Paradies für Radfahrer. Das Land ist flach, die salzhaltige Luft gesund und die insgesamt 12 gut ausgebauten Radfernwege gewähren interessante Einblicke in die Geschichte des Landes. Sandige Nordseeküsten mit Blick aufs Wattenmeer, die beeindruckenden Steilküsten der Ostsee, pulsierende Hafenstädte und historische Dörfer sorgen beim Radfahren für Abwechslung. Der Wikinger-Friesen-Weg ist eines der Highlights im flachen Land.

Mosel-Radweg

Fahrrad auf Reisen: Mosel-Radweg

© MichaMILU@flickr

Der Mosel-Radweg führt auf einer Strecke von 311 Kilometern vom französischen Metz bis nach Koblenz, wo die Mosel am Deutschen Eck in den Rhein mündet. Besonders der Abschnitt zwischen Trier und Cochem ist landschaftlich reizvoll – hier hat sich die Mosel in tiefen Schluchten und unzähligen Windungen in das Gebirge gegraben.

Osnabrücker Rund-Tour

Radwege im Osnabrücker Land

Tourismusverband Osnabrücker Land

Ein 2.500 Kilometer langes und einheitlich beschildertes Radroutennetz durchkreuzt das Osnabrücker Land. Auf diesem Streckennetz entdecken Sie eine landschaftlich und historisch reizvolle Region. Die Osnabrücker Rund-Tour bietet einen idealen Überblick über die Region.

Aller-Radweg

Fahrrad auf Reisen: Aller-Radweg

© Tourismus Region Hannover e.V.

Entlang der Aller, auch als Fluss der 100 Quellen bezeichnet, führt der Der Aller-Radweg durch eindrucksvolle Landschaften und abwechslungsreiche Orte.

Rennsteig-Radwanderweg

Domplatz, Erfurt

© Andreas Weise, Thüringer Tourismus GmbH

Einen ganz anderen Genuss finden Mountainbiker und sportliche Radler auf dem Der Rennsteig-Radwanderweg. Starke Anstiege auf schmalen Pisten wechseln sich mit ebenen Wegen durch lichten Wald ab.

Eder-Radweg

Kellerwald, Deutschland

© Romtomtom@flickr

Zahlreiche Radwege sorgen dafür, dass sich die hessischen Urlaubsregionen auf zwei Rädern sehr gut “erfahren” lassen. Insgesamt über 3.300 km lang, verbindet das Netz der Hessischen Radfernwege idyllische Flusstäler mit den Höhenzügen von Rhön, Odenwald, Vogelsberg und Taunus. Auf dem Eder-Radweg lernen Sie die schöne Natur kennen.

Das war natürlich nicht alles was Deutschland an schönen Radwegen zu bieten hat, aber ein guter Überblick. Inspiration dürfte genug gegeben sein, jetzt heißt es nur noch losfahren!

Fahrradtouren mit Elektrorädern

Grundsätzlich gilt, dass eine Fahrradtour in Deutschland und Europa mit einem Elektrorad genauso gut ausgeführt werden kann wie mit jedem normalen Rad. Der Vorteil ist, dass Elektroräder kleinere und größere Anstiege besser bewältigen. Elektroräder können im gut sortierten Fachhandel und online, z.B. unter www.das-radhaus.de käuflich erworben werden. Wer ein Elektrorad nur einmal antesten möchte, wird ebenfalls im Netz fündig.

Radtour-Tipp fürs Elektrorad

Fahrradtour mit Elektrorad

Christian Allinger
CC BY 2.0 (Oberau-online@flickr)

Wer mit dem Elektrofahrrad eine Radtour auf dem Altmühltagweg zwischen Rothenburg ob der Tauber und Regensburg plant, sollte unbedingt etwas Zeit mitbringen. Die Landschaft ist überwältigend schön und mancher Ausblick lässt innehalten. Natürlich lohnen auch die Städte den Besuch allemal. Rothenburg lockt mit verwinkelten Gassen und dem mittelalterlichen Kriminalmuseum.

Regensburg wartet mit dem Dom St. Peter, einer bildschönen Altstadt und der nahe gelegenen Ruhmeshalle Walhalla bei Donaustauf, die sich hoch über der Donau erhebt. Dazwischen laden Gunzenhausen und der Altmühlsee zur Rast ein.

Deutsche Radwege mit dem Elektrorad bereisen

Deutschland selbst besitzt unzählige wunderschöne Radwege, die Fernwege führen zum Teil durch halb Europa. Eine Fahrradtour mit dem Elektrofahrrad bietet sich auf der Burgenroute zwischen Mannheim und Prag an. Strategisch günstig liegen die meisten Burgen beziehungsweise deren heutige Ruinen erhöht, um Feinde rechtzeitig ausmachen zu können: Hier ist ein Elektrorad praktisch. Die Radtour startet in der quadratisch angelegten Planstadt Mannheim mit dem Schloss als der zweitgrößten geschlossenen Barockanlage Europas und dem berühmten Rosengarten, in dem das ganze Jahr über Konzerte stattfinden. Unterwegs wartet Bamberg, das Kleinod an der Regnitz, mit der größten erhaltenen Altstadt Deutschlands, die vom Kaiserdom überragt wird. Die Tour endet in Prag, der ‘Goldenen Stadt’ an der Moldau, gekrönt vom Hradschin.

Elektroräder sind für jeden geeignet

Elektroräder eignen sich nicht nur für Senioren oder für Menschen mit weniger Körperkraft. Eine Fahrradtour ist gesund, denn sie entlastet die Gelenke. Mit einem Elektrorad kommt man einfach weiter, während man ansonsten viele Gegenden kaum intensiver bereisen könnte. Es ist etwas anderes, an der Ostseeküste mit Elektrorädern entlangzufahren als mit dem Auto. Die Luft ist gesund, der Wind weht einem um die Nase und mithilfe des Elektrofahrrads kommen selbst Unsportliche gut vorwärts. Auf den Deichen entlang lässt sich Station machen, wo immer man es wünscht. Zwischen Dänemark und Polen bietet sich auf einer Radtour an der Küste reichlich Gelegenheit dafür: der schicke Hafen in Flensburg, das Holstentor in Lübeck oder die Sandstrände auf Rügen und Usedom sind nur wenige Beispiele.

Der Donauradweg: Von Deutschland bis Rumänien

Zu den beliebtesten Radfernwegen gehört der Donauradweg. Er ist etwa 1400 Kilometer lang und führt von der Donauquelle bei Donaueschingen in Baden-Württemberg unter anderem über das Altmühl-Tal, Österreich und Ungarn bis nach Rumänien, wo die Donau ins Schwarze Meer mündet.

“An der schönen blauen Donau…”

Radfernweg Donau - Altmühltal

sacratomato_hr@flickr (CC BY-SA 2.0)

Nicht nur die berühmte Walzer-Melodie des Komponisten Johann Strauss weist darauf hin, dass die Donau für die Menschen seit jeher eine starke Anziehungskraft besitzt. Die große landschaftliche Vielfalt und die vielen Sehenswürdigkeiten entlang der Donau machen eine Radtour am Donauradweg zu etwas ganz Besonderem. Burgen, Städte, berühmte Bauwerke und ausgedehnte Naturschutzgebiete laden während der Fahrt immer wieder zum Verweilen ein.

Die Highlights

Zu einer Reise entlang des Donauradwegs sollten auf jeden Fall Besuche der umliegenden Städte gehören. Das Münster in Ulm mit dem höchsten Kirchturm der Welt, die Drei-Flüsse-Stadt Passau oder Linz, die österreichische Kulturhauptstadt 2009 sind ebenso eine Reise wert wie Bratislava, Wien und Budapest. Auch landschaftlich hat der Donauradweg sehr viel zu bieten: der Naturpark Donautal mit seinen Felsen und Burgen oder die Wachau, die als UNESCO-Welterbe auch berühmt für ihren Wein ist.

Service unterwegs

Der Radweg gehört zur EuroVelo-Route EV6, die vom Atlantik zum Schwarzen Meer führt. Die Strecke zwischen Passau und Wien ist so beliebt, dass sie inzwischen zu den meist befahrenen Radrouten in Europa gehört. Entlang der Donau ist die Strecke in der Regel sehr gut ausgebaut und leicht zu befahren. Dadurch ist die Reise entlang des Donauradwegs auch für Familien mit Kindern geeignet. Auch die Beschilderung ist bis auf einige Abschnitte in Bulgarien und Rumänien sehr gut. Es empfiehlt sich trotzdem, das passende Kartenmaterial dabei zu haben.

Vom Laufrad zum Fahrrad

Es dauert nicht lange: Sobald das Kind Krabbeln und sicher Laufen gelernt hat, werden die ersten Fahrzeuge interessant, mit denen es spielerisch und wie nebenher auch noch vieles trainieren kann. Lange waren Dreirad und Roller die Fahrzeuge, mit denen Kinder als erstes richtig mobil wurden und als Vorbereitung auf das spätere Fahrradfahren galten.

Das Laufrad für erste Fahrversuche

Seit etlichen Jahren wird das Laufrad für Kinder, besonders hier in Deutschland, immer beliebter. Denn mit dem Lauflernrad kann das Kind schon früher selbständig unterwegs sein, als mit dem Roller. Außerdem sind Bewegungsabläufe und Gleichgewichtstraining dem Fahren auf dem Fahrrad sehr viel ähnlicher, so dass ein Umsteigen später einfacher möglich ist. Weil die Füße am Anfang noch viel auf dem Boden sind, entwickelt das Kind genügend Sicherheit und lernt in der Geschwindigkeit laufradeln, die es sich selbst zutraut. Wenn es in seinem eigenen Tempo das Laufrad erobern kann, fällt der Umstieg auf ein Kinderrad hinterher ganz leicht und findet in vielen Fällen auch früher statt.

Stützend zum Fahrrad

Mit dem Lauflernrad hat das Kind seinen Gleichgewichtssinn bereits gut trainiert, hat ausreichend Koordinationsvermögen, kann sein Laufrad dahin lenken, wohin es fahren möchte, fährt Kurven und kann mit den Füßen bremsen. Der Umstieg auf das Fahrrad gelingt jetzt fast wie von selbst, und vor allen Dingen ganz ohne Stützräder – die nur Sicherheit vorgaukeln, die nicht vorhanden ist. Wichtig ist, dass das Kind immer mit einem Fahrradhelm unterwegs ist. Das gilt allerdings auch für die Eltern, die hier mit gutem Beispiel vorangehen sollten.

Für junge Wilde – Umsatteln auf das Fahrrad

Sind die Eltern begeisterte Radfahrer, hat das Kind längst selbst Radtouren mitgemacht: Zuallerst im Römer Kindersitz. Sobald das Kind sicher sitzen kann, kann es auch im Römer Kindersitz mit auf dem Fahrrad unterwegs sein. Jetzt können die Radtouren noch so weit führen, wie Mama und Papa radeln können, auch wenn die Radtour über Tage geht. Sobald aber das Kind auf seinem eigenen kleinen Fahrrad mitfährt, sind erst einmal leichte Touren auf ebenem Grund angesagt. Schön ist es, wenn der nächste Urlaub an einen nicht zu großen See führt, der sich auch für Anfänger gut mit dem Rad umrunden lässt – hier ist der Spaß am Radfahren vorprogrammiert.

Radfahren im Havelland

Weite Felder, dichte Kiefernwälder sowie unzählige kleine und große Seen prägen das Havelland. Die flache Landschaft eignet sich ideal für eine Radtour – dabei kommen nicht nur geübte Profis, sondern auch Gelegenheitsradler und Familien auf ihre Kosten. Neben der malerischen Landschaft locken kulturelle Sehenswürdigkeiten und lebendige Ortschaften.

Der Havelland-Radweg

HavellandDer Havelland-Radweg, gekennzeichnet mit dem roten Adler auf dem Rad, verläuft von Schönwalde-Glien bis in den Naturpark Westhavelland. Vorbei an Paaren im Glien geht es nach Nauen, wo Sie die historische Altstadt zu einem Entdeckungsspaziergang erwartet. Als nächstes Ziel wartet Ribbeck. Hier können Sie eine kleine Rast bei Kaffee und Kuchen in der “Alten Schule” einlegen, die Kirche besuchen oder Ihre Sinne auf dem Barfußpfad schulen.

Wieder auf dem Fahrrad, geht es weiter über Pessin, Senzke und Stechow nach Rathenow. Die bedeutende Optikstadt hat einiges zu bieten. Besuchen Sie das Optikindustriemuseum und den Optikpark oder genießen Sie vom Kirchturm der St.-Marien-Andreas-Kirche den herrlichen Rundblick über die Umgebung. Von Rathenow geht es weiter nach Steckelsdorf und Grütz. Hier befindet sich eines der letzten funktionstüchtigen Nadelwehre Deutschlands.

Der Havel-Radweg

HavellandDer Havel-Radweg wird durch die faszinierende Flusslandschaft der Potsdamer und Brandenburger Havelseen und der Unteren Havelniederung geprägt. Von der Quelle bis zur Mündung ist der Havel-Radweg, der unter anderem durch das Havelland führt, insgesamt 350 Kilometer lang. Ausgehend von Potsdam, der Stadt der Schlösser, Parks und Gärten, erradeln Sie sich die Ursprünglichkeit und Schönheit des Havellandes entlang eines der attraktivsten Flussradwege Deutschlands. Unweit von Potsdam gelangen Sie in die Blütenstadt Werder (Havel). Die malerisch auf einer Insel gelegene Altstadt sowie ausgedehnte Obstplantagen laden Sie zu einem entspannenden Spaziergang ein. Flussabwärts erreichen Sie über Phöben, Schmergow und die Götzer Berge Brandenburg an der Havel. Auf einem ausgeschilderten Stadtrundweg können lernen Sie den Dom St. Peter und Paul, Das Altstädtische Rathaus mit dem Roland und vielen weitere sehenswerte Bauten kennen.

Havelabwärts führt der Radweg durch die Flusslandschaft Untere Havelniederung. In Kützkow oder dem Künstlerdorf Bahnitz können Sie an Kneipp-Stationen etwas für Ihre Gesundheit tun. Milow erwartet Sie mit einer Ausstellung über den Naturpark Westhavelland, wo Sie viel über die Flora und Fauna der Umgebung erfahren. Vielleicht noch ein letzter Stopp an der von Künstlern gestalteten Uferpromenade von Premnitz und weiter geht es in die Optikstadt Rathenow.

Weitere Informationen rund um das Havelland finden Sie hier.

Mit dem Fahrrad durch Nordirland

Nordirland

Giants Causeway © Sean MacEntee@flickr

Nordirland hat aufgrund des jahrelangen Bürgerkrieges sein negatives Image noch nicht ganz abschütteln können. Dabei sind Reisen in diesen Teil des Vereinigten Königreiches schon lange sehr sicher. Die tiefgrüne Landschaft und die spektakuläre Küstenlandschaft, die den Status des Weltnaturerbes besitzt, lassen sich vor allem mit dem Fahrrad gut erkunden. Neben atemberaubenden Steilklippen, satten Wiesen, unwirtlichen Hochmooren und mystischen Schlossruinen gibt es zahlreiche Attraktionen zu entdecken. Wir stellen die schönsten Radwege Nordirlands vor:

Kingfisher Trail

Der Kingfisher Trail, benannt nach dem Eisvogel, ist mit 480 Kilometern der längste Radweg auf der gesamten irischen Insel. Er bildet das Rückgrat eines hervorragenden Wegenetzes zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten Nordirlands. Der Rundkurs beginnt in Enniskillen und pendelt durch die malerische Seenlandschaft des Upper und Lower Lough Erne, bis er wieder in der Stadt zwischen den beiden Seen ankommt.

Von Belfast nach Ballyshannon

Die Route Belfast to Ballyshannon verläuft über 386 Kilometer quer durch Nordirland und endet an der Küste von Donegal. Sie ist eine Herausforderung für Radler, die Gegenwind und Steigungen nicht scheuen. Dafür werden sie mit phantastischen Ausblicken belohnt. Entlang der Route liegt der Ulster American Folk Park, eine der meistbesuchten Attraktion des Nordens.

Von Ballyshannon nach Ballycastle

298 Kilometer misst die Route zwischen Ballyshannon und Ballycastle an der Küste von Antrim. Fähren verkehren von hier aus nach Schottland oder zur vorgelagerten Insel Rathlin. Das historische Derry und die spektakulären Felssäulen des Giant´s Causeway sind zwei bedeutende Sehenswürdigkeiten entlang dieser Strecke.

Weitere Routen

Auf dem 176 Kilometer langen, ebenen Loughshore Trail geht es entlang schöner Uferstrecken gemütlich rund um den Lough Neagh, Nordirlands größten Binnensee. Auf sportliche Radler warten anspruchsvolle Rundfahrten durch die Berge: Der Glen of Antrim Trail mit Startort Ballycastle ist zwar nur 74 Kilometer lang, besitzt aber den Schwierigkeitsgrad 4/5. Ähnlich anspruchsvoll sind der ebenso lange Sperrins Print ab Cookstown und die 40 Kilometer lange Route durch die Mountains of Mourne.

Ob lang oder kurz, sportlich oder gemütlich – Nordirlands landschaftliche Schönheit erleben Radler auf allen Wegen. Wer genügend Stopps an Aussichtspunkten, ausgewiesenen Picknickplätzen oder in urigen Pubs einlegt, kommt nicht atemlos ans Ziel.

Kopenhagen – Traumstadt für Radler

Kopenhagen Fahrrad

© www.visitdenmark.com

Aufgrund der flachen Landschaft und mit etwa 12.000 Kilometern ausgewiesenen Radwegen ist Dänemark das perfekte Land für passionierte Radler. Vor allem in der Hauptstadt Kopenhagen ist das Zweirad beliebt: Rund ein Drittel der Einwohner nutzen täglich ihr Fahrrad. Bis 2025 soll die Zahl der Radfahrer sogar auf 50 Prozent angehoben werden. Besucher können die Stadt mit kostenlosen City Bikes erkunden.

Auf dem Weg zur nachhaltigen Fahrrad-Hauptstadt

Kopenhagen will in Sachen nachhaltiger Stadtpolitik mit gutem Beispiel vorangehen. Immerhin entlasten Radfahrer, die zehn Kilometer mit dem Rad statt dem PKW zurücklegen, die Umwelt um ein Kilogramm CO2. Zudem verbessert mehr Rad- statt Autoverkehr die Atmosphäre einer Weltstadt wie Kopenhagen erheblich. Um die Stadt noch (umwelt)freundlicher zu machen, soll das Radwegsystem von bisher 390 Kilometern ausgeweitet werden. Außerdem beschloss die Stadtverwaltung den Bau von so genannten Superradwegen, die das Radfahren insbesondere für Berufspendler aus den Vororten attraktiver machen sollen. Diese neuen Rad-“Autobahnen” werden mindestens zwei, vielleicht sogar drei Spuren besitzen, um ein schnelles Vorankommen zu garantieren.

Kostenlose City Bikes

Besucher der dänischen Hauptstadt wähnen sich jetzt schon in einer Traumstadt für Radfahrer. Auf der Hafenbrücke zwischen Altstadt und der Insel Amager pendeln modisch gestylte Studenten, Bänker und Beamte neben Lastenrädern voller Kinder. Auch für die Besucher ist gesorgt: Im Innenstadtbereich können 2.000 City Bikes gegen einen Pfand von 20 Kronen kostenlos genutzt werden. Bereits 1995 setzte Kopenhagen auf Nachhaltigkeit und stellte 1.000 der dänisch Bycykel genannten, bunten Transportmittel zur Verfügung. Die City Bikes sind nicht nur die kostengünstigste und schnellste Art der Fortbewegung, mit ihnen können Besucher die Stadt vor allem von einer anderen Seite erleben.

Das Emsland mit dem Fahrrad erleben

Emsland

© Emsland Touristik GmbH

Auf der 300 Kilometer langen Emsland-Route können Radler das spannende Wechselspiel von unberührter Natur, Kultur und Geschichte erleben. Die Rundtour führt durch die charakteristischen Landschaften des Emslandes: das stark landwirtschaftlich geprägte südliche Emsland, das Bourtanger Moor mit seinen Moor- und Heidelandschaften, das maritime nördliche Emstal, den waldreichen Hümmling sowie das Erholungsgebiet Hasetal. Auf den flachen Wegen können auch Familien mit kleinen Kindern, Untrainierte, Senioren und Handbiker diese Tour unbeschwert genießen.

Die Rundtour lässt sich gut in fünf Etappen aufteilen:

1. Etappe: Meppen – Papenburg (59 Kilometer
)

Sie starten die erste Etappe in Meppen nahe der niederländischen Grenze und durchqueren die Schifferstadt Haren. Weiter geht es nach Papenburg zur Meyer Werft. Für Blumenliebhaber lohnt sich ein Besuch auf der Orchideenfarm Kasten. Hier können Orchideen in allen Wachstumsphasen besichtigt werden.

2. Etappe: Papenburg – Sögel (36 Kilometer)

In der zweiten Etappe überqueren Sie den Hümmeling, die einzige Hügellandschaft im Emsland, und gelangen durch Wälder, Rapsfelder und vorbei an Mühlen nach Sögel. Von hier bietet sich ein Ausflug zum Schloss Clemenswerth an: Die Jagdsternanlage aus dem Barock und der Klostergarten mit imposanten Taxushecken laden zum Verweilen ein.

3. Etappe: Sögel – Freren (63 Kilometer)

Durch das romantische Hasetal mit Obstbäumen und Rosensträuchern fahren Sie in der dritten Etappe nach Haselünne, der ältesten Stadt des Emslands. Besonders für Familien lohnt ein Abstecher ins Gartenlabyrinth Haselünne, denn auf dem 830 Meter langen Wegesystem warten es einige Überraschungen.

4. Etappe – Emsbüren (67 Kilometer
)

Die vierte Etappe führt Sie von Freren nach Emsbüren. Hier können Sie den Heimathof Emsbüren mit seinem Heilkräutergarten besichtigen. Eine Führung bei Emsflower verspricht Einblicke in die Anbaukultur der Region – jede zweite Salatgurke und 90 Prozent der Küchenkräuter in deutschen Märkten kommen aus dem Emsland.

5. Etappe: Emsbüren – Meppen (67 Kilometer)

Auf der letzten Etappe der Emsland-Route radeln Sie von Emsbüren nach Lingen. Die größte Stadt des Emslandes lockt mit einem bunten Angebot an Museen, Einkaufs- und Einkehrmöglichkeiten. Schließlich gelangen Sie parallel zu Ems und Dortmund-Ems-Kanal, vorbei an Mooren und Naturschutzgebieten, zurück nach Meppen. Geheimtipp auf der Etappe: In Geeste-Bramhar hält “Kräuterfee” Ingrid Rosen spannende Vorträge zur Kräuterkunde.

Weitere Informationen zur Emsland-Route finden Sie hier.

Der Weserradweg

Weserradweg

© Weserbergland Tourismus e.V

Der 491 Kilometer lange Weserradweg führt von der Entstehung der Weser im Weserbergland bis an die Nordsee. Wie Perlen auf einer Kette reihen sich hier die Sehenswürdigkeiten aneinander: fachwerkbunte Städte, Burgen und Schlösser, Wind- und Wassermühlen und der Flair der Nordsee. Aufgrund seiner geringen Steigungen ist der Fernradweg auch für Ungeübte sehr gut geeignet.

Durch das Weserbergland

Der Weserradweg beginnt in der sehenswerten “Drei-Flüsse-Stadt” Hannoversch Münden, wo sich Werra und Fulda zur Weser vereinen. Durch das Weserbergland geht es vorbei an historischen Fachwerkstädten mit beeindruckenden Bauten der “Weserrenaissance”, die unbedingt einen Besuch lohnen. Zwischen Hannoversch Münden und Bremen streift der Weserradweg auch die Deutsche Märchenstraße. Hier können Sie sich auf die Spuren der Gebrüder Grimm und des Rattenfängers von Hameln begeben.

die Norddeutsche Tiefebene

Bei der Porta Westfalica trifft das Weserbergland auf die Norddeutsche Tiefebene. Ab hier geht es ohne nennenswerte Steigungen entlang der Mittelweser durch Marsch-, Moor- und Geestlandschaften nach Bremen. Der Hansestadt sollten Sie etwas Zeit widmen, denn hier finden sich viele Sehenswürdigkeiten. Ab Bremen folgt der Fernradweg der Unterweser bis zur Mündung in die Nordsee bei Bremerhaven und schließlich nach Cuxhaven, wo eine Anbindung an den Nordseeradweg besteht.

Praktische Informationen

Um die Weser-Region wirklich zu “erfahren”, sollten Sie sich auf 50 bis 60 Kilometer pro Tag beschränken. So haben Sie genug Zeit, um die landschaftlichen und kulturellen Höhepunkte zu genießen. Wer es etwas gemächlicher angehen möchte, kann den Weser-Radweg bequem mit hochwertigen Leih-E-Bikes erradeln. Am gesamten Wegesrand stehen Akkuwechselstationen bereit, an denen E-Bike-Radler kostenfrei einen voll aufgeladenen Akku zur Weiterfahrt erhalten. Auch Radler mit eigenen E-Bikes haben die Möglichkeit, ihre Akkus aufzuladen.

Informationen rund um den Weserradweg erhalten Sie hier.

Durch das Tal der Altmühl

Altmühltalradweg

Burg Prunn © Naturpark Altmühltal

Der Altmühltalradweg gehört mit seinen 166 Kilometern zum neuen tauber altmühl radweg, der vom Main bis zur Donau führt. Seit Jahren einer der beliebtesten deutschen Radwege, ist der Altmühltalradweg die ideale Tour, um den Naturpark Altmühltal zu entdecken.

Startpunkt des Altmühltalradweg ist das äußerst sehenswerte Rothenburg ob der Tauber. Von hier führt die Route zunächst durch den Naturpark Frankenhöhe und erreicht dann das Quellgebiet der Altmühl. Durch die sanfte Landschaft geht es nach Gunzenhausen und zum Naturpark Altmühltal.

Geschichtsinteressierte sollten in Treuchtlingen aus dem Sattel steigen. Hier erinnert der Karlsgraben an eines der kühnsten Bauvorhaben des frühen Mittelalters: Kaiser Karl der Große wollte hier im Jahr 793 die Flusssysteme von Donau und Rhein durch einen Verbindungskanal zwischen Rezat und Altmühl dauerhaft zusammenführen. Noch heute spielt in Treuchtlingen Wasser eine große Rolle. Das 28 Grad warme Treuchtlinger Thermalwasser kann in der Altmühltherme, einer modernen Bade- und Gesundheitsoase, genossen werden.

Zwischen Treuchtlingen und Dollnstein erheben sich an dem stellenweise engen Tal der Altmühl mächtige Kalkfelsen. Die romantischen Orte entlang der Route laden zur Rast ein. In Pappenheim thront erhaben über der historischen Altstadt die mittelalterliche Burg, die im Sommer Schauplatz eines prächtigen Ritterturniers ist.

In Solnhofen können im Museum unter anderem Fossilien vom Urvogel Archaeopteryx bewundert werden. Zwischen Solnhofen und Eßlingen grüßen die Zwölf Apostel, die bekannteste Felsformation des Altmühltals. 

Von Dollnstein mit seiner historischen Burgmauer geht es weiter zum barocken Juwel des Naturparks, der Bischofs- und Universitätsstadt Eichstätt. Hier sollten Radler einen Altstadtbummel einplanen. Der Residenzplatz gilt als eines der schönsten Barockensembles in Süddeutschland.

Ein weiterer Höhepunkt des Altmühlradwegs ist das Römer und Bajuwaren Museum Burg Kipfenberg, das unter anderem über den Limes, die ehemalige römische Reichsgrenze, informiert. Noch mehr Geschichte gibt es in Dietfurt. Hier lockt das Erlebnisdorf Alcmona mit Rekonstruktionen aus der Vorgeschichte. Wer sich zwischen all den Sehenswürdigkeiten entspannen oder abkühlen möchte, kann am Badesee bei Kinding eine Rast einlegen.

Von Dietfurt sind es noch etwa 35 Kilometer bis nach Kelheim, wo die Altmühl auf die Donau trifft. Ab Riedenburg gibt es einen bequemen Service: Wer will, kann die letzte Teilstrecke mit dem Schiff fahren – das Fahrrad wird auf den Schiffen im Altmühltal kostenlos mitgenommen. Vorbei an der etwas tausend Jahre alten Burg Prunn geht es nach Kelheim, einer ehemaligen Residenzstadt der Wittelsbacher. Hoch über der Stadt steht die Befreiungshalle, die der bayerische König Ludwig I. erbauen ließ. Hier endet der Altmühltalradweg. Wer will, kann entlang des Donauradwegs weiter radeln.